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ÖSD Zertifikat B1 – Lesen

Wählen Sie einen Teil aus und üben Sie Lesen mit prüfungsnahen Aufgaben im Format des ÖSD Zertifikats B1.

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ÖSD B1 Lesen: Beispiel mit Lösungen

Lesen Sie Petras Bericht und entscheiden Sie bei den zwei Aussagen: Richtig oder Falsch. Vergleichen Sie danach Ihre Antworten mit den Lösungen und Erklärungen zu den typischen Fallen.

Eine Auswahl aus unseren Übungen, keine vollständige Prüfung.

Lesetext 1

Petras Notiz aus Graz 3. Oktober Heute stand ich um zwölf am Ausgabefenster im Hof, nicht um vier Uhr nachts an den Töpfen. Sechs Jahre habe ich in einer Krankenhausküche in Graz gearbeitet. Die Arbeit selbst habe ich gern gemacht. Wir haben für die Stationen und das Personal gekocht. Müde gemacht haben mich die wechselnden Anfangszeiten. Mal begann der Dienst um 22 Uhr, mal um fünf Uhr morgens. Im Januar hat eine Nachbarin gefragt, ob ich beim Mittagstisch im Hof mithelfe. Zuerst kam ich nur zweimal pro Woche an freien Nachmittagen. Ich habe gespült und Tische gedeckt. Gekocht habe ich in diesen Wochen nicht. Im März bot mir die Küchenleitung eine feste Tagschicht an. Auch ohne Nachtzulage wäre der Monatslohn fast gleich geblieben, weil die Schicht länger gewesen wäre. Ich habe trotzdem nein gesagt. Das Geld war nicht der Grund. Der Dienst hätte um sechs Uhr begonnen, und ich hätte meine Tochter nicht zur Schule bringen können. Im April habe ich in der Klinik selbst aufgehört. Der Mittagstisch gehört zu einem Verein aus neun Nachbarn. Gäste zahlen sechs Euro für Suppe und Hauptgericht. Wer an dem Tag kocht oder ausgibt, isst kostenlos mit, bekommt aber keinen Lohn. Im Monat habe ich klar weniger als früher. Das Essensgeld zahlt Lebensmittel, Gas und eine kleine Reserve für kaputtes Geschirr. Unter uns wird es nicht aufgeteilt. An drei Tagen plane ich mit zwei anderen das Essen, kaufe morgens am Markt ein und gebe zwischen zwölf und halb zwei aus. Die Verantwortung für die warmen Speisen trägt Frau Holzer. Ich schneide, schmecke ab und achte auf die Zeit. Allein verantwortlich für die Küche bin ich noch nicht. Den Hygienekurs habe ich noch nicht besucht. Der Verein zahlt die Gebühr, der nächste Termin ist erst im Januar. Bis dahin darf ich helfen. Fehlt Frau Holzer, darf ich die Küche nicht allein führen. Ältere Gäste möchten das Essen nach Hause bekommen. Das machen wir noch nicht. Im November möchten wir einmal liefern. Dazu müssen zwei weitere Personen mitmachen, und wir brauchen ein günstiges Fahrrad mit großer Kiste. Fehlt etwas davon, bleibt alles im Hof. Sonntags bleibt der Mittagstisch zu. Die wechselnden Nächte vermisse ich nicht.
1. Die wechselnden Dienstzeiten belasteten Petra mehr als die Kocharbeit.
Lösung und Erklärung anzeigen

Richtig

Richtig. Petra schreibt, dass sie die Kocharbeit gern gemacht hat. Müde wurde sie durch die wechselnden Anfangszeiten, zum Beispiel nachts oder früh am Morgen. Entscheidend sind also die Dienstzeiten. Aus ihrer Müdigkeit darf man nicht schließen, dass ihr das Kochen keinen Spaß gemacht hat.

2. Im Januar hat Petra beim Mittagstisch schon mitgekocht.
Lösung und Erklärung anzeigen

Falsch

Falsch. Im Januar hat Petra gespült und Tische gedeckt. Sie sagt ausdrücklich: „Gekocht habe ich in diesen Wochen nicht.“ Sie hat also schon beim Mittagstisch geholfen, aber noch nicht gekocht. Achten Sie auf den Unterschied zwischen mithelfen und mitkochen.

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Unabhängiges Übungsmaterial von Deutschprüfung. Kein offizieller Modellsatz und keine Verbindung zu ÖSD.

Häufig gestellte Fragen

Wichtige Antworten zur Prüfungsvorbereitung